Interview

persönlich - frei gesprochen - planbar - vor Ort oder in kontrolliertem Setting

STELLEN SIE SICH!
Im Idealfall ist ein Interview ein Gespräch, denn es gehört viel Erfahrung und Talent dazu, vor der Kamera im Kopf einen Schalter umzulegen und auf vorbereitete Fragen so zu antworten, dass der Zuschauer Offenheit und Authentizität wahrnimmt. Das Interview sollte für den Interviewten kein Leid, sondern eine Chance sein, gehört zu werden. Sie sollten das Interview daher als Kommunikationsmittel verstehen und nicht als notwendiges Übel. Aus Zeitmangel können sich natürlich vorbereitete Fragen und Antworten anbieten. Besser ist es, wenn Sie oder der Interviewte sich im Vorfeld für ca. 30 Minuten in Ruhe warmreden können und anschließend in ein eben so langes Gespräch vor laufender Kamera übergehen. Wiederholungen sind zu vermeiden, daher sollte im vorbereitenden Gespräch nicht schon auf mögliche Fragen geantwortet, sondern lediglich der thematische Rahmen abgesteckt werden. Vorbereitete Fragen vorlesen kann jeder, ein Gespräch führen zu können erfordert jedoch, dass sich beide Seiten mit dem Thema umfangreich befasst haben.
Dann EIGNET SICH EIN INTERVIEW
Sie können sich keine Texte auswendig merken - oder es fehlt einfach die Zeit dazu. Das Lesen vom Teleprompter wirkt künstlich und wie abgelesen. Sie können jedoch selbstbewusst, authentisch und auf einen konkreten Gedanken konzentriert frei von der Leber weg sprechen. Sie möchten dem Zuschauer einen Blick aus der Perspektive des "passiven Dritten" auf das Gespräch ermöglichen, verzichten daher auf den Blick in die Kamera und direkte Ansprache an den Zuschauer. Das Interview kann auch als echtes Gespräch zwischen zwei Seiten geführt werden. In dem Fall gibt es nicht eine fragende und eine antwortende Seite, sondern der Zuschauer kann einem echten "Talk" oder "Podcast" zuhören. Zeitlich ist das Interview extrem flexibel: Vom aufwändigen Set mit mehreren Stunden Vorbauzeit und viel Vorbereitungszeit bis hin zum schnellen Frage-Antwort-Spiel im Stil der tagesaktuellen Berichterstattung. Wie immer entscheiden äußere Umstände und vor allem die Frage nach der Kernaussage über die Gestaltung dieses Kommunikationsmittels.